Besondere Ausrüstung

Ausrüstung Bahnerden

Als einzige Feuerwehr im Landkreis Weilheim-Schongau sind wir von der Deutschen Bahn im Thema Erden der Oberleitung geschult. Ist zum Beispiel der Notfallmanager der Deutschen Bahn anderweitig gebunden oder besteht Gefahr in Verzug werden wir zu allen Einsätzen im Bereich der Werdenfelsbahn von Bernried bis Bichl und von Weilheim bis Murnau mitalarmiert.

Das Erden der Oberleitung ist notwendig, um einen Spannungsüberschlag auf Einsatzkräfte zu vermeiden und somit die Sicherheit der Einsatzkräfte zu gewärleisten, wenn das Gleisbett betreten werden muss. 

In solchen Fällen rücken wir dann mit dem Mehrzweckfahrzeug (MZF) aus. Schon auf der Anfahrt wird über die Leitstelle in Weilheim die Freischaltung der Oberleitung bei der Deutschen Bahn beantragt. Sobald diese Freischaltung schriftlich bestätigt wurde, überprüfen wir vor Ort die Spannungsfreiheit der 15kV Leitung und Erden die Oberleitung mit Hilfe einer sogenannten Erdungsstange. 

Alle zwei Jahre durchlaufen die geschulten Kameraden eine Rezertifizierung, welche neben einem Theorieblock über Grundsätze und Neuerungen auch einen praktischen Teil behinhaltet. Dabei wird auf einem gesperrten Steckenabschnitt die Erdung unter fachmännischer Anleitung geübt.

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Hydraulischer Rettungssatz

Um dem Einsatzaufkommen auf der Autobahn A95 und den umliegenden Bundes-, Staats-, und gemeindlichen Verbindungsstraßen gerecht zu werden besitzt die FF Iffeldorf seit 1992 einen Hydraulischen Rettungssatz der Firma Lukas. Mit Hilfe von Schere, Spreizer und Rettungszylinder können an nahezu jedem Unfallfahrzeug eingeklemmte Personen befreit werden. Da mit Fahrzeugen der neueren Generation besondere Gefahren wie Hochspannungsleitungen oder Carbon-Fasern einhergehen, wurde auf dem LF16/12 besondere Schutzausrüstung wie Staubschutzmasken und Schutzbrillen verlastet. 

An verschrottungsreifen Fahrzeugen üben wir im sicheren Umfeld verschiedene Methoden der technischen Rettung, damit an der Einsatzstelle alles flüssig läuft und dem Patienten bestmöglich geholfen werden kann.

Rettungsrucksäcke  

Um an Unfallstellen eine qualitativ hochwertige Versorgung von Patienten sicher zu stellen, haben wir auf jedem Fahrzeug zum normalen Verbandskasten noch einen Rettungsrucksack verlastet, welcher neben großen Mengen an Verbandsmaterial auch unter anderem einen Beatmungsbeutel und eine Blutdruckmanschette beinhaltet. Unsere speziell ausgebildeten Sanitäter können damit die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdiensts professionell überbrücken. 

CAFS-Schaumanlage

Unser LF8/6 besitzt zur normalen Kreiselpumpe noch eine Druckluft-Schaumanlage (CompressedAirFoamSystem) kurz CAFS. Was bei der Beschaffung des Fahrzeuges im Jahr 2003 noch eine absolute Neuheit war, ist mittlerweile bei vielen Feuerwehren im Landkreis Standart geworden. Mit dem System kann direkt an der Pumpe des Fahrzeugs Schaum erzeugt werden. Dieser Schaum verbessert nicht nur die Löschwirkung sonder baut sich auch noch Rückstandlos ab und hinterlässt bei richtigem Einsatz lediglich eine kleine Wasserpfütze. Zusätzlich erleichtern wir dem Atemschutztrupp die Arbeit, da durch den Schaum der Schlauch um ein vielfaches leichter wird und somit nicht mit hohem Kraftaufwand nachgezogen werden muss.

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Türöffnungwerkzeug

In einem kleinen Koffer im LF16/12 sind alle wichtigen Geräte verlastet um sich schnell und möglichst schadensfrei Zutritt zu einer verschlossenen Wohnung bzw. zu einem verschlossenen Haus zu verschaffen. Mit diesen Gerätschaften können wir unter anderem Schließzylinder ziehen und gekippte Fenster bruchfrei öffnen. Immer häufiger werden wir zu Notfällen gerufen, bei denen nicht sicher ist, ob die Person die Türe noch öffnen kann bzw. wo Dritte melden, dass sie schreie aus einer fremden Wohnung hören oder diejenige Person schon lange nichtmehr gesehen haben. Eine Türöffnung ist allerdings nur auf ausdrücklichen Hinweis der Polizei oder bei Gefahr im Verzug erlaubt. Ein simples Aussperren, da man den Schlüssel drinnen vergessen hat, ist und bleibt Aufgabe des Schlüsseldienstes.

Gerätewagen Hochwasser

Diverse Sondermaterialien transportiert der Gerätewagen Hochwasser, welche im Juni 2018 in Iffeldorf stationiert wurde.

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Chiemseepumpe

Die Chiemseepumpe ist eine mobile Abwassertauchpumpe für schwerst verschmutztes Schmutz- und Abwasser mit Schlamm und Feststoffen wie Laub, Holzstücken, langfaserige Textilien oder Plastikfolien und daher perfekt für das Leerpumpen vollgelaufener Keller geeignet.

Ausgewählte Betriebsdaten:

  • Freier Korndurchgang bis zu 80 mm
  • Maximale Fördermenge bis zu 2500 l/min
  • Flachabsaugung bis auf wenige Millimeter durch Flachabsaugkrümmer
  • Tiefabsaugung durch Pumpenschrägstellung
  • Dauerbetrieb mit 5 kVA DIN-Stromerzeugern

 

Mini-Chiemseepumpe

Die Mini-Chiemseepumpe ist eine mobile Abwassertauchpumpe für stark verschmutztes Schmutz- und Abwasser mit Schlamm und Feststoffen wie Laub, Holzstücken, Textilien oder Plastikfolien und daher ebenfalls perfekt für das Leerpumpen vollgelaufener Keller geeignet.

Ausgewählte Betriebsdaten

  • Freier Korndurchgang bis zu 65mm
  • Maximale Fördermenge bis zu 1600 l/min
  • Flachabsaugung bis auf wenige Millimeter durch Flachabsaugkrümmer
  • Tiefabsaugung durch das patentierte Spechtenhauser Klappsystem
  • Dauerbetrieb mit 3 kVA DIN-Stromerzeugern (B 1100-Version)
    bzw. 5 kVA DIN-Stromerzeugern (andere Versionen)

 

Licht- und Strommanagement

Die drei verlasteten Aggregate dienen zum einen dazu die Pumpen mit dem benötigten Strom zu versorgen anderseits auch zusammen mit 3 LED Strahlern dazu die nötige Helligkeit an Einsatzstellen in der Nacht zu gewährleisten.